König & Cie. Renditefonds 65 „Britische Leben III“

Fakten zum Fonds

Der Fonds wurde 2007 von König & Cie. GmbH & Co. KG aufgelegt. Angeboten wurde die Beteiligung als Treugeber oder Kommanditist ab einer Zeichnungssumme von € 10.000,00. Es war die Einwerbung von Kommanditeinlagen von insgesamt € 20 Mio. zuzüglich Agio geplant.  Das Fondskonzept sah den Erwerb von ca. 2000 marktgängigen britischen Kapitallebensversicherungen, so genannten Traded Endowment Policies (TEPs) vor. Diese sollen in der Regel vor ihrer Fälligkeit am britischen Zweitmarkt verkauft werden und nur im Ausnahmefall bis zum Ablauf im Portfolio verbleiben. Auszahlungen an die Anleger sollten nach der Ergebnisprognose im Prospekt ab 2011 erfolgen.

 

Lage des Fonds

Eine Vollplatzierung des Fonds gelang nicht. Zum 31.12.2010 war lediglich eine Kommanditeinlage in Höhe von etwas mehr als € 16 Mio. eingezahlt.

Laut Bilanz zum 31.12.2010 ist dieses Kapital bereits abgeschmolzen auf gut € 13 Mio.

Bei Durchsicht der Bilanz sticht folgende Ausführung hervor:

„Im Geschäftsjahr 2009 hat die König & Cie. Treuhand gemäß Vereinbarung vom 16.10.2009 auf 100% (TEUR 59) der vertraglich vereinbarten Treuhandgebühren verzichtet. Insgesamt wurde damit für die Jahre 2009 und 2010 auf eine Treuhandvergütung von TEUR 111 verzichtet. Die Verpflichtung lebt wieder auf, sobald die Gesellschaft generell ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen kann.“

Ausschüttungen an die Anleger erfolgten, soweit bekannt, bislang nicht.

 

Prospektfehler

Die Darstellung der Vergangenheitsrenditen von Policen mit 25-jähriger Laufzeit im Prospekt des Fonds ist irreführend. Die Tabelle macht nicht deutlich, dass es sich um Ablaufrenditen handelt, die einen Durchschnitt der jeweils letzten 25 Jahre bilden.

Die Ergebnisprognose im Prospekt beruht auf einer durchschnittlichen Planverzinsung der Policen von 9,45%. Die Annahme einer Planverzinsung in dieser Höhe war nach unserer Einschätzung auf der Grundlage der bei Prospekterstellung öffentlich zugänglichen Informationen nicht vertretbar.

Aus den Renditen, die für das Jahr 2007 im Prospekt angegeben sind, errechnet sich ein Durchschnitt von nur 8,23%. Die Tendenz war fallend. Noch schärfer fallend war die Tendenz der Ablaufrenditen von Verträgen mit 10-jähriger Laufzeit. Hier war der Durchschnitt der Ablaufrenditen von 9,8% (Ablauf am 1. Februar 1998) auf 2,7% (Ablauf am 1. Februar 2007) gesunken (Quelle: Money Management). 

Von namhaften Unternehmensberatern der Versicherungsbranche und Aktuaren wurden laut uns vorliegender Unterlagen auf Jahre hinaus weiter sinkende Ablaufrenditen vorhergesagt. Darüber berichtete die britische Presse wiederholt schon vor der Aufstellung des Prospekts.

Anleger, die sich die Frage nach Ausstiegsmöglichkeiten stellen, sollten diese von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Insbesondere kommen Schadensersatzansprüche gegen die Gründungsgesellschafter wegen der vorgenannten Prospektfehler in Betracht, aber auch gegen Anlageberater, wenn Sie beispielsweise über die Risiken der Anlage falsch informiert oder Ihnen Provisionszahlungen verschwiegen wurden.

Falls Sie nähere Informationen zu diesem Thema und zu unserer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Sie können hierzu unseren Allgemeinen Fragebogen oder unser Kontaktformular ausfüllen oder uns unter der Telefonnummer 0211/69 002 12 direkt telefonisch kontaktieren.

Drohende Abschaffung der Anlegerversammlung

Anleger sollten spätestens jetzt handeln, um ihre Kontroll- und Mitbestimmungsrechte über die Fonds zu behalten.

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Protokoll zur GV des MPC Rendite-Fonds Plus

Am 4.8.2011 fand in Hamburg eine außerordentliche Gesellschafter-
versammlung des MPC Rendite-Fonds Plus statt. An der Versammlung hat Frau Rechtsanwältin Sommermeyer für einen Mandanten teilgenommen und hierzu ein Versammlungsprotokoll erstellt, das wir Ihnen zur Verfügung stellen.

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