MPC Rendite-Fonds Britische Leben Plus II

Fakten zum Fonds

Der Fonds wurde im Jahr 2006 von der MPC Münchmeyer Petersen Capital Vermittlung GmbH aufgelegt. Die Kapitalanleger beteiligten sich mit einer Mindestsumme von 10.000,00 Euro zzgl. 5 % Agio als Kommanditist oder Treugeber an der MPC Rendite-Fonds Britische Leben Plus II GmbH & Co. KG. Über den Fonds investieren die Anleger in den Zweitmarkt für britische Kapitallebensversicherung (englisch: Traded Endowment Policies – TEP). 

Im Verkaufsprospekt zum Fonds werden Ausschüttungen vor Steuern von rund 211 % der Beteiligungssumme prognostiziert. Diese Rückflüsse beinhalten die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals inklusive Agio. Die Laufzeit beträgt laut Prospekt rund 15 Jahre. Die Auflösung der Gesellschaft ist zum 31.12.2020 vorgesehen.

Zustand des Fonds

Einige britische Versicherer haben wegen der aktuellen Lage auf den Kapitalmärkten die Rückkaufswerte ihrer Versicherungspolicen um 10 % bis 20 % gesenkt. Diese Absenkung führte im Mai 2009 zu einer Überschreitung der Beleihungsgrenze, die von der Bank zunächst bis zum 1.07.2010 und nach Antrag der Gesellschaft nun bis zum 30.09.2011 geduldet wird.

Die Ausschüttungen sind seit 2008 ausgesetzt.

Mit Schreiben vom 23.09.2010 teilte die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH mit, dass die aktuellen Ablaufrenditen der Versicherungspolicen deutlich unter den Planwerten und unter dem Fremdkapitalzinssatz lägen und ein Kapitalerhalt für die Anleger nicht sichergestellt sei. 

Aktuell hat TVP die Anleger mit Schreiben vom 21.11.2011 informiert, dass bis zum 19.12.2011 über die Abschaffung des Anlegersammlung abgestimmt werden soll. Anleger sollten keinesfalls für die Abschaffung der Anlegerversammlung stimmen. An alle Anleger ist nur eindringlich zu appellieren, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, um ihre Kontroll- und Mitbestimmungsrechte zu behalten. Hierzu sollte die geplante Änderung des Gesellschaftsvertrages und die Abschaffung der Anlegerversammlung abgelehnt werden (mehr hierzu unter Aktuelles). 


Anleger, die sich die Frage nach Ausstiegsmöglichkeiten stellen, sollten diese von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. In Betracht dafür kommen Schadensersatzansprüche, wenn Sie beispielsweise über die Risiken der Anlage falsch informiert oder Ihnen Provisionszahlungen verschwiegen wurden.

Falls Sie nähere Informationen zu diesem Thema und zu unserer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Sie können hierzu unseren Allgemeinen Fragebogen oder unser Kontaktformular ausfüllen oder uns unter der Telefonnummer 0211/69 002 60 direkt telefonisch kontaktieren.

Drohende Abschaffung der Anlegerversammlung

Anleger sollten spätestens jetzt handeln, um ihre Kontroll- und Mitbestimmungsrechte über die Fonds zu behalten.

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Positives Urteil für Anleger

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