PRORENDITA 4 – Britische Leben

Fakten zum Fonds

Der Fonds wurde im Jahr 2006 von dem Initiator IDEENKapital Financial Engineering AG aufgelegt. Die Kapitalanleger beteiligten sich mit einer Mindestsumme von 10.000,00 € zzgl. 5 % Agio über die Treuhandgesellschaft IDEENKapital PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH an der deutschen Fondsgesellschaft PRORENDITA VIER GmbH & Co. KG. Die Fondsgesellschaft hält 100 % des Kapitals der britischen PRORENDITA FOUR Limited Partnership. Diese Limited Partnership erwirbt und handelt mit britischen Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen (TEPs) auf dem britischen Markt. 

Im Verkaufsprospekt zum Fonds werden Ausschüttungen von 6,00 % p. a. für das Jahr 2009 ansteigend auf bis zu 40 % p. a. bis zum Jahr 2021 prognostiziert, dem Jahr, in dem die Gesellschaft laut Prospekt aufgelöst werden soll.
 

Zustand des Fonds

Die Anleger haben bislang noch keine der prognostizierten Ausschüttungen erhalten. 

Im Geschäftsbericht 2008 zum Fonds wird berichtet, dass im Zuge der Finanzkrise der Handel mit TEPs im letzten Quartal 2008 eingebrochen und seit Anfang 2009 vollkommen zu erliegen gekommen ist. Die Beteiligungsgesellschaft sei gezwungen gewesen zur Erzielung von Liquidität Policen an die Versicherungsgesellschaften zurückzugeben, wobei der Rückkaufswert von den Gesellschaften herabgesetzt worden sei. Hierdurch sei eine negative Rendite von 15,6 % realisiert worden. Bzgl. der Ausschüttungen an Anleger heißt es in dem Bericht, dass sich die britische Beteiligungsgesellschaft im Kreditvertrag verpflichtet hat, keine Ausschüttungen in den Jahren 2009 und 2010 durchzuführen. 

Mit Informationsschreiben vom 9.03.2009 berichtet die Fondsgeschäftsführung über die angespannte Situation des Fonds. Als Gründe nennt die Geschäftsführung verschiedene Faktoren (Finanzmarktkrise, Britisches Pfund verliert an Wert, etc.). Eine Gefährdung der Kapitalanlage könne nicht ausgeschlossen werden. 

Einige Monate später mit Schreiben vom 3.08.2009 berichtet die Fondsgeschäftsführung, dass sie ein Darlehen mit der Royal Bank of Scotland International (RBSI) abgeschlossen habe. Damit sei die Finanzierung bis Ende September 2011 gesichert. Das Erreichen der prospektierten Ausschüttungen sei aber nach wie vor sehr unwahrscheinlich. 

Im Geschäftsbericht 2009 wird berichtet, dass im Geschäftsjahr 2009 kaum ein Handel mit TEPs stattgefunden hat. 

Der Geschäftsbericht 2010 liegt noch nicht vor. Es scheint aber so gut wie sicher, dass die Anleger auch für das Jahr 2010 mit keinen Ausschüttungen rechnen können. Nicht bekannt ist uns, ob die Fondsgeschäftsführung bereits die Liquidität nach September 2011 sichern konnte. 

Anleger, die sich die Frage nach Ausstiegsmöglichkeiten stellen, sollten diese von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. In Betracht dafür kommen Schadensersatzansprüche, wenn Sie beispielsweise über die Risiken der Anlage falsch informiert oder Ihnen Provisionszahlungen verschwiegen wurden.

Falls Sie nähere Informationen zu diesem Thema und zu unserer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei wünschen, kontaktieren Sie uns gern. Sie können hierzu unseren Allgemeinen Fragebogen oder unser Kontaktformular ausfüllen oder uns unter der Telefonnummer 0211/69 002 60 direkt telefonisch kontaktieren.