Risiken und Hintergründe

Seit ca. 2002 wurde eine Vielzahl von Lebensversicherungsfonds aufgelegt. Eine hohe Nachfrage nach „gebrauchten“ Lebensversicherungen treibt aber auch deren Preise in die Höhe. Nach der Finanzkrise ist der Zweitmarkt für Lebensversicherungen ganz zum Erliegen gekommen und erholt sich offenbar nur langsam.

US-amerikanische Lebensversicherungen werden nur dann fällig, wenn der Versicherte stirbt. Je früher der Versicherte stirbt, desto höher ist die Versicherungsleistung. Ein großes Problem einiger Lebensversicherungsfonds ist nun, dass die Lebenserwartung der Versicherten oft zu niedrig geschätzt wurde. Das bedeutet, die Policen werden nicht fällig, während die Beitragszahlungen weiter von dem Fonds geleistet werden müssen.

Auch bei britischen und deutschen Lebensversicherungen gibt es Probleme. Die erwarteten Wertsteigerungen und die auf die Versicherungen gezahlten Jahres- und Schlussboni fielen weit geringer aus als veranschlagt. In einigen Fonds wurde der Ankauf der Lebensversicherungen zu einem großen Teil mit Darlehen finanziert. Die Lebensversicherungen wurden den Banken dabei als Sicherheiten überlassen. Wenn die Darlehen nicht mehr bedient werden können, können die Banken die Lebensversicherungen verwerten und dem Fonds droht die Insolvenz. Einige Fonds sind schon dadurch unter Druck geraten, dass sie die Beleihungsgrenzen kaum noch einhalten können.


Auf den Unterseiten zu dieser Rubrik erläutern wir für Sie kurz, welche weiteren Risiken für die Beteiligung an Lebensversicherungsfonds grundsätzlich bestehen.