Blind Pool

Die Beteiligungen an Lebensversicherungsfonds stellen so genannte „Blind Pool Beteiligungen“ dar. Blind Pools zeichnen sich dadurch aus, dass die Initiatoren gegenüber den Anlegern ausdrücklich offen lassen, in welche Projekte und Märkte das eingesammelte Geld investiert werden soll.

Bei den Lebensversicherungsfonds ist bei Auflage des Fonds noch unklar, welche konkreten Policen erworben werden. Lediglich der Markt, auf dem gekauft werden soll - US-amerikanische, britische oder deutsche Lebensversicherungen - und einige Eckdaten der zu kaufenden Versicherungen sind festgelegt. Der Anleger ist damit abhängig von einer erfahrenen und versierten Geschäftsführung.

Hinzu kommt, dass ein Blind Pool aus diesem Grund von den Anlegern nur sehr schwer kontrolliert werden kann. Welche Lebensversicherungen zu welchem Preis angeschafft werden, erfährt der Anleger allenfalls im Nachhinein aus den Geschäftsberichten.

Eine Beteiligung an einem Blind Pool ist daher im Regelfall nur angemessen, wenn der Geschäftsführung in einem außerordentlichen Maße Vertrauen entgegengebracht wird. Dies gilt umso mehr, wenn man eine Laufzeit der Beteiligung von vielen Jahren ohne zwischenzeitliche Ausschüttungen vereinbart hat. Wer an der Kompetenz der Geschäftsführung zweifelt, sollte daher überlegen, ob für ihn Möglichkeiten bestehen, sich von der Beteiligung zu lösen. Erfahren Sie hier mehr über Ihre Ausstiegsmöglichkeiten.